Unverwechselbar und anmutig schreiten sie durch die afrikanische Wildnis. Kalahari Löwen sind für ihre prächtige, dunkle Mähne bekannt. Seit Jahrtausenden dominieren sie die unendlichen Weiten der gleichnamigen Kalahari Halbwüste. Auf der Suche nach Beute durchstreifen sie tagelang und ohne Wasser die kargen Landschaften. Einem der stolzen Könige auf einer Safari zu begegnen, ist ein beeindruckendes Erlebnis.
Zu Zeiten der letzten Eiszeit besaßen Löwen ein großes Verbreitungsgebiet. Von Peru über Alaska, Asien und Europa bis hin zu Arabien und Afrika waren ihre Unterarten überall vertreten. Heute ist ihr natürlicher Lebensraum weitgehend auf Indien und Afrika, südlich der Sahara, beschränkt. Die anmutige Raubkatze ist Mitglied der berühmten Big Five und bei Safari Gästen aus aller Welt begehrt.
Die Kalahari gehört zu den vielfältigsten und artenreichsten Halbwüsten der Welt. Sie umfasst mehr als eine Millionen Quadratkilometer und erstreckt sich über Teile Südafrikas, Namibias und Botswanas. Hier, auf den endlosen, mit Wüstengräsern und Akazienbäumen gespickten Ebenen, ist das Zuhause der unverwechselbaren, schwarzmähnigen Kalahari Löwen.
Die harschen Bedingungen der wüstenartigen Landschaft stellen die dort lebenden Wildtiere täglich vor neue Herausforderungen. Der Kalahari Löwe hat sich ihnen im Laufe der Zeit angepasst. Er ist schlanker und hochbeiniger als seine Verwandten in der Serengeti. Da sich seine Beute auf die weitläufigen Flächen verteilt, muss er beachtliche Strecken zurücklegen, um seinen Hunger zu stillen. Ein langer Atem ist aber nicht nur aufgrund der langen Distanzen gefordert. Die Löwen machen zumeist Jagd auf kleinere Beutetiere wie Springböcke, Erdferkel oder Füchse, die weitaus wendiger sind als Büffel oder Zebras. Neben einer extremen Ausdauer benötigen die Rudel auch eine hohe Hitzeresistenz. Kalahari Löwen können bis zu zwei Wochen ohne Wasser auskommen. Sie keuchen, um ihren Körper abzukühlen und schwitzen, wie auch die kleinen Hauskatzen, über ihre Zehen- und Sohlenballen.
Auch die San Buschmänner sind Überlebenskünstler in der trockenen Halbwüste. Sie leben seit mehr als 10.000 Jahren in der afrikanischen Wildnis und Mythen erzählen von ihrer ganz besonderen Beziehung zu den Raubkatzen. Man sagt, Sie begegnen sich mit Respekt, aber ohne Angst und haben sich früher sogar ihre Beute geteilt.
Die Kalahari besteht heute aus einer Reihe von Nationalparks, privaten Reservaten und Wildfarmen. Neben den einzigartigen Kalahari Löwen können Besucher der Region auch eine der größten Webervögel-Populationen mit Nestern von bis zu zwei Metern Durchmessern beobachten. Zudem lebt hier eine Vielzahl von Oryx Antilopen, Gnus, Geparden und afrikanischen Wildhunden.
Ein besonderes Highlight ist die Beobachtung des Treibens an den Wasserlöchern. Hier versammeln sich die Tiere zum Trinken – ein gefundenes Fressen für die intelligenten Löwen. Auf dem kargen Boden der Kalahari gibt es für die Beutetiere kaum Versteckmöglichkeiten. So bieten sich mit Glück für die Safari Gäste spektakuläre Jagdszenen.