Vor 100 Jahren, gab es noch 100.000 Geparden weltweit. Heute sind es nur noch etwa 7.000, von denen die meisten in Namibia leben. Ein Land, das zu den fortschrittlichsten Ländern zum Thema Natur- und Artenschutz zählt.
Am 4. Dezember, dem internationalen Tag des Geparden ist ein ganz besonderer Tag für die Artenschützer sowie Raubkatzen-Fans. Es ist ein Tag, an dem die Notlage des Geparden, als Afrikas meist bedrohte Raubkatze gedacht und kommuniziert wird. Auf der ganzen Welt finden wichtige Aktionen statt, um über die Bedrohung des Geparden zu informieren und um gleichzeitig ein Interesse am Artenschutz zu wecken.
Geparden zählen nicht zu den bevorzugten Jagdtrophäen und dennoch ist die schnellste Katze der Welt bedroht wie nie. Gründe für den Rückgang des Gepardenbestandes um 90% sind vor allem der zunehmende Verlust des natürlichen Lebensraumes, Konflikte zwischen Farmern und Raubkatzen sowie der Mangel an den Hauptbeutetieren des Geparden, die Gazellen.
Mit diesen Konflikten befasst sich der Cheetah Conservation Fund (CCF). Die NGO mit Sitz in Namibia, ist eine der führenden Organisationen zum Erhalt des Geparden auf unseren Planeten. Ihre wichtigste Mission ist die Kommunikation und Kooperation mit der Bevölkerung, örtlichen Farmern, Namibias Jugend und internationalen Forschungsinstituten. Die Organisation betreibt Aufklärungsarbeit, Rehabilitationsprogramme und fungiert als Vermittler im Mensch-Tier-Konflikt.
Noch immer werden Geparden von Farmern erschossen, das sie als Übeltäter gelten, wenn Ziegen und Rinder gerissen werden. Meist sind es Löwen und Geparden, die sich nachts über die Farmtiere hermachen. Am Tage ist allerdings der Gepard sichtbar und muss für die Übeltaten der Räuber büssen.
Organisation wie CCF versuchen diese Konflikte zu schlichten. Zum Schutz der Ziegen und Rinder statten sie die Farmer mit Analotischen Hirtenhunden aus, eine spezielle Rasse, die mit den Herden aufwächst und instinktiv die Tiere schützt. Mit diesen Hunden konnte nicht nur in Namibia, sondern auch in Südafrika gute Erfolge erzielt werden.
Aber es gibt noch weitere Bedrohungen für den Geparden, wie z.B. den illegale Handel mit Gepardenfellen und Knochen für Mode oder medizinische Zwecke. Jedoch eine der größten Bedrohungen aktuell, und kaum bekannt, ist der illegale Handel mit Geparden als Haustieren. In diesem Handel werden Geparden vom nordöstlichen Afrika meist in die Arabische Halbinsel geschmuggelt. Als Neugeborene werden die Cheetahs in der Wildnis gefangen und auf die Reise geschickt, viele kommen nicht lebend am Ziel an. Wenn sie die Reise überlebt haben, sterben sie langsam in ihrem Dasein als Haustier, auf Grund falscher Ernährung oder dem Mangel an tierärztlichen Betreuung.
Im Juni rettete der CCF einen ausgewachsenen Geparden, der unter schrecklichen Bedingungen in Privatbesitz am Horn von Afrika gehalten wurde. Nach dem Transport in einem mini Plastikkäfig, vegetierte er in einem kleinen Metallkäfig vor sich hin. Das erste Mal rettete der CCF in 2005 zwei Gepardenbabys aus Privathaltung, und hat seither Aufzeichnungen von über 1.000 Geparden, die in der Wildnis gefangen und anschließend an Privatpersonen verkauft wurden. Dank der harten Arbeit der Organisationen dürfen dieser Wildkatzen wieder artgerecht in ihrer Heimat leben.
Erleben Sie die Wildnis Namibias hautnah, reisen Sie auf den Spuren der Artenschützer und tragen Sie so zu ihrer wertvollen Arbeit bei. Gehen Sie auf Ranger Patrouille und lassen Sie sich in die Arbeit in einem privaten Wildreservat einführen, tracken Sie die letzten in Freiheit leben Nashörner, begegnen Sie den Ju/‘Hoansi-San, eine der ältesten Jäger- und Sammlerkulturen der Weltschauen und schauen Sie tiefer in die Artenschutzarbeit für die Wildkatzen Namibias.
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